Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
 
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Fußnoten zu: Hollender, Martin: Es galt, den Nachlaß zu finden. Zur Situation literarischer Nachlässe in Nordrhein-Westfalen. - In: ProLibris 1(1996), H. 1, S. 58 - 64

  1. Scholz, Joachim J.: August Scholtis in Dortmund oder Wie man eine vergessenen Autor wiederentdeckt, Dortmund: Kulturbüro der Stadt Dortmund 1993 (= Reihe Dortmunder Vorträge, Heft 158), S. 6.
  2. Literarische Nachlässe in Nordrhein-Westfalen. Ein Bestandsverzeichnis. Bearbeitet von Dagmar Rohnke-Rostalski. Projektleitung: Thomas Hilberer. hrsg. von Elisabeth Niggemann, Wiesbaden: Dr. Ludwig Reichert 1995 (= Schriften der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf, 24).
  3. Droege, Heinrich: Unterhaltung: Jein. Der Werkkreis Literatur der Arbeitswelt: seine Ziele, seine Arbeit, in: Angst vor Unterhaltung. Über einige Merkwürdigkeiten unseres Literaturverständnisses. hrsg. von Herbert Heckmann, München u. Wien: Hanser, 1986, S. 85-92; hier S. 88f
  4. Zeller, Bernhard: Die Nachlaß-Sammlung des Deutschen Literaturarchivs, in: Ingrid Kussmaul, Die Nachlässe und Sammlungen des Deutschen Literaturarchivs Marbach am Neckar. Ein Verzeichnis, Marbach am Neckar: Deutsche Schillergesellschaft 1983, S. V-XIV; hier S. XII
  5. In diesem Zusammenhang sei die lobenswerte Tradition hervorgehoben, mit der der Nelly-Sachs-Preis der Stadt Dortmund eine Preisverleihung aus der Vergänglichkeit des tagesaktuellen und rasch wieder vergessenen Kulturspektakels herausreißt. Die geehrten Schriftsteller, unter ihnen viele ausländische Persönlichkeiten, fallen zumindest in archivalischer Hinsicht nach der Auszeichnung nicht einem von ähnlichen Preisen bekanten beschämenden Desinteresse anheim - die Dortmunder Verantwortlichen sind vielmehr bemüht, die Preisträger mit der Anlage einer persönlichen Materialsammlung - je nach Möglichkeit Manuskripte, Briefe, Widmungsexemplare - in der Erinnerung zu bewahren, die Begegnung der Geehrten mit der Stadt Dortmund zu dokumentieren und Forschern erstes Schriftgut zur Verfügung zu stellen.
  6. Gültig, Klaus: in: Schanzer Journal. Zeitung für und von Ingolstadt und Umgebung, Nr. 1/ 1979, S. 24; hier zit. nach Pfister, Eva: Der Nachlaß von Marieluise Fleißer, in: Maske und Kothurn, Jg. 26 (1980), S. 293-303; hier S. 293.
  7. Dies belegt eindrucksvoll die Geschichte des persönlichen Nachlasses Ludwig Erhards. Das Bonner Haus der Geschichte hätte den Nachlaß gerne als Dauerleihgabe erhalten, doch "die Erben wollten offensichtlich Bares sehen." So wurde der Nachlaß unter der Rubrik "Wohnungsauflösung" per Zeitungsinserat angeboten und wurde an einen Kunsthändler und Auktionator verkauft. ("Geld in der großen Kommode". Der Schacher um den Nachlaß des Wirtschaftswunder-Vaters Ludwig Erhard, in: Der Spiegel, Jg. 47, Nr. 22, 31. Mai 1993, S. 105).
  8. Unter diesem Titel erschien 1982, herausgegeben von Hedwig Gunnemann, als Heft 17 der Mitteilungen der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund ein illustrierter Ausstellungskatalog, der sämtliche 167 ausgestellten Schriftstücke wortgetreu übertrug.
  9. Müller, Hans-Christian: Der Nachlaß Erwin Sylvanus in der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund. Ein Arbeitsbericht, in: Literatur in Westfalen. Beiträge zur Forschung. hrsg. von Walter Gödden und Wilfried Woesler, Paderborn u.a.: Schönigh 1992, S. 245-251; hier S. 249. - Auch hinsichtlich der Aufarbeitung des Nachlasses von Josef Winckler wurden umfangreiche biographische Recherchen, ja selbst Auslandsreisen notwendig, "damit Zeitzeugen befragt werden können, die Josef Winckler zu unterschiedlichen Zeiten kennengelernt haben. So läßt sich ein relativ geschlossenes Persönlichkeitsbild des Schriftstellers herstellen, das die schriftlichen Zeugnisse in einen eindeutigen Zusammenhang mit dem Werke stellt und die Kluft zwischen Selbstdarstellung und historischer Realität verringert." (Delseit, Wolfgang: Josef Winckler und das Nyland-Archiv. Ein Forschungsbericht, in: Literatur in Westfalen. Beiträge zur Forschung 2. hrsg. von Walter Gödden und Wilfried Woesler, Paderborn u.a.: Schöning 1994, S. 135-153; hier S. 146).
  10. Auch dieses Problem sei am Beispiel Josef Wincklers illustriert: "Winckler selbst hielt offensichtlich nichts von einer archivalischen Ordnung! Der zum Teil katastrophale Zustand der Briefe und Manuskripte ist bedenklich. Die Unterlagen befanden sich in Bensberg in einem großen Schrank, in dem Winckler sich traumwandlerisch zurechtfand. So ist kolportiert, daß Winckler, wenn er Unterlagen suchte, den Schrank öffnete, aus dem hervorquellenden Material das Richtige ergriff und den Rest an einer anderen Stelle ablegte. Daß dabei das dünne Durchschlagpapier, auf welchem er Kopien seiner Typoskripte anfertigte, beschädigt wurde, ergibt sich von selbst." (Delseit, ebd., S. 146).

© Martin Hollender

Redaktion: Heinz-Peter Berg       Stand: 24.11.2008, 09:32
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