Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
 
 

Die ULB Düsseldorf. Wissen, wo das Wissen ist

Als zentrale Serviceeinrichtung der Heinrich-Heine-Universität bietet die ULB Düsseldorf maßgeschneiderten Zugriff auf Information und Wissen. Darüber hinaus ist sie neben Bonn und Münster eine der drei Landesbibliotheken in Nordrhein-Westfalen.

Die ULB Düsseldorf bietet ihren Nutzerinnen und Nutzern ein umfassendes Medienangebot und ein breit gefächertes Leistungsspektrum. Dabei stehen Flexibilität und Verfügbarkeit von Informationen und Materialien im Mittelpunkt. Dies gilt auch in den Abendstunden und am Wochenende.


Tradition und Moderne
Die Universitäts- und Landesbibliothek ist in den Jahren 1965 bis 1969 allmählich aus der Medizinischen Akademie Düsseldorf hervorgegangen. Für die Universitäts- und Landesbibliothek gibt es kein eigentliches Gründungsdatum. Mit der Übernahme der ehemaligen Landes- und Stadtbibliothek der Stadt Düsseldorf durch die Universität im Jahr 1970 und der Zusammenlegung mit der Zentralbibliothek der ehemaligen Medizinischen Akademie wurde jedoch der Grundstein für das einschichtige Bibliothekssystem der Universität gelegt.

Die Wurzeln der ULB Düsseldorf reichen noch weiter zurück. Vorgängerinstitutionen sind die 1770 gegründete Kurfürstliche Bibliothek und die 1907 entstandene Bibliothek der Akademie für Praktische Medizin. Den Namen Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf trägt die Bibliothek seit der Wahrnehmung des Pflichtexemplarrechts im Jahre 1993.

Aufgabe einer modernen Bibliothek ist es, die verschiedenen Medienformen zu einem einheitlichen Ganzen zu integrieren. Um deren intelligente Vernetzung geht es in den nächsten Jahren. Die konsequente Einbeziehung neuer Medien verlangt nicht nur neue Speicher- und Archivierungskonzepte, sondern auch ein neues Dienstleistungsverständnis.

Zunehmend wandelt sich die Hol- zu einer Bring-Bibliothek, die ihre Dienstleistungen personalisierbar und über Informationsnetzwerke jederzeit und weltweit verfügbar macht. Denn nur ein transparenter und beschleunigter Informationsprozess ermöglicht den präzisen und effizienten Zugriff auf wissenschaftliches Material, mit dem sich Lern- und Lehrprozesse optimal gestalten lassen. Hier liegt die Herausforderung, aber auch das Kapital einer modernen Bibliothek.

Aufbau und Bestände
Die ULB Düsseldorf besteht aus einer Zentralbibliothek und vier dezentralen Standorte. Verwaltung und Medienbearbeitung sind zentral organisiert. Kataloge, Datenbanken, e-Books und e-Journals stehen über das Bibliotheksnetz sowohl in der ganzen Universität als auch am heimischen Arbeitsplatz zur Verfügung.

Die Zentralbibliothek liegt im Zentrum des Campus. Dort ist rund die Hälfte des 2,4 Millionen Medieneinheiten umfassenden Gesamtbestandes aufgestellt. Etwa 700.000 Bände aktueller und viel gebrauchter wissenschaftlicher Literatur aller Wissenschaftsfächer mit Ausnahme der Rechtswissenschaft stehen den Besucherinnen und Besuchern in drei Lesegeschossen in systematischer Ordnung frei zugänglich zur Verfügung. Im Erdgeschoss befindet sich das Informationszentrum mit Katalogen und bibliographischen Nachschlagewerken sowie die Lehrbuchsammlung. Weitere 700.000 Bände sind in zwei geschlossenen unterirdischen Magazingeschossen untergebracht.

Die fünf dezentralen Verbund- und Fachbibliotheken sind in den Gebäudegruppen für Forschung und Lehre untergebracht. In ihnen ist die Literatur spezieller Forschungsgebiete aufgestellt. Eine Sonderstellung nimmt die Fachbibliothek Rechtswissenschaft ein, die 2005 einen Neubau erhalten hat. In ihr ist der gesamte Freihandbestand des Faches aufgestellt.

Services
Mit Hilfe moderner Technologien verknüpfen wir die Welt der elektronischen und konventionellen Medien. Die ULB Düsseldorf hat für Sie strukturierte und flexibel nutzbare Rechercheinstrumente entwickelt. Ein umfassender Online-Katalog bietet einen einfachen und direkten Zugang zur Literatur der ULB Düsseldorf. Darüber hinaus haben wir zahlreiche wichtige Datenbanken für Ihre Literaturrecherche lizensiert und bieten intelligente Lösungen für die Verbindung von Online-Recherche, Volltextnutzung und Fernleihe.

Mit einem fundierten Lernangebot fördern wir das Thema Informationskompetenz. Sich in der vernetzten Welt der Information auszukennen, gewinnt als Schlüsselqualifikation für lebenslanges Lernen immer mehr an Bedeutung.

Eine hohe Verfügbarkeit von Informationen und Materialien steht für uns im Vordergrund. Unser breit gefächertes Medienangebot steht Ihnen fast rund um die Uhr zur Verfügung. Mit Selbstverbuchungsgeräten, automatischer Buchrückgabe und Kassenautomaten erleichtern wir Ihnen die Ausleihe. Fernleihe und moderne Lösungen für die Dokumentenlieferung runden unsere Services ab. Viele nützliche Dienstleistungen bieten wir inzwischen in personalisierter Form unter dem Titel "Meine ULB" über das Internet an.

Unsere maßgeschneiderten und gut ausgestatteten Raumlösungen bieten das richtige Umfeld zum effektiven Lernen und Arbeiten. Zahlreiche Leseplätze, rund 150 Computerarbeitsplätze, Arbeitskabinen, Gruppenarbeitsräume und ein Copyshop sind im Hauptgebäude in zentraler Lage auf dem Campus zugänglich. Auch unsere Verbund- und Fachbibliotheken verfügen über Leseplätze, Computerarbeitsplätze und Gruppenarbeitsräume. So sind an der ULB Düsseldorf insgesamt über 2.000 Arbeitsplätze vorhanden.

Sammlungen
Jede Bibliothek hat ein paar Besonderheiten. Etwas, was sie von anderen Bibliotheken unterscheidet, einen Aufgabenbereich oder eine besonders wertvolle Sammlung. Das sind die Besonderheiten der ULB:

Thomas-Mann-Sammlung Dr. Hans-Otto Mayer
Die ULB beherbergt eine der größten Sammlungen mit Werken von und über Thomas Mann. Aufgebaut von dem Düsseldorfer Germanisten und Buchhändler Hans-Otto Mayer umfasst sie neben Werkausgaben, seltenen Erstveröffentlichungen, Autographen und Übersetzungen in über 40 Sprachen auch umfangreiche Sekundärliteratur einschließlich eines umfassenden Ausschnittarchivs. Für die detaillierte Recherche in dem umfangreichen Bestand sind spezialisierte Kataloge erstellt worden. Die Sammlung wird laufend ausgebaut.

Handschriften
Bis ins 8. Jahrhundert reichen die Schriften zurück, die in der ULB aufbewahrt werden. Meist stammen sie aus den Beständen rheinischer und westfälischer Klöster und erhalten vor allem liturgische und theologische Texte. So finden sich hier Quellen von unschätzbarem Wert für zahlreiche Forschungsdisziplinen.

Inkunabeln
Fast 1.000 Inkunabeln befinden sich im Bestand der ULB. Diese wertvollen Exemplare, unter ihnen auch einige Unikate und Fragmente selten überlieferter "Verbrauchsliteratur", bezeugen den Beginn der Buchdruckkunst. Sie stammen überwiegend aus den Werkstätten rheinischer und niederländischer Drucker und bieten ein reiches Panorama der regionalen Buchproduktion zu Beginn der Neuzeit.

Sondersammlungen
In weiteren Sammlungen vereinigt die ULB seltene, wertvolle und einzigartige Teile von Beständen, die als Ensemble aufgestellt sind. Deposita, Nachlässe, Schenkungen, Zugänge an Rara usw. waren und sind nicht nur eine wichtige Quelle für das kontinuierliche Wachsen der Bibliothek. Mit ihren Kostbarkeiten und Spezialitäten tragen die Sonderbestände – über ihren wissenschaftlichen Nutzen hinaus – ganz wesentlich zum Profil der ULB bei.

Landesbibliothek
Die ULB Düsseldorf nimmt gemeinsam mit den Bibliotheken in Bonn und Münster die klassischen Aufgaben einer Landesbibliotheken wahr.

Sie sammeln und erschließen die Regionalliteratur, d.h. die gesamte in und über Nordrhein-Westfalen erscheinende Literatur.Darüber hinaus sind sie zuständig für die Archivierung, Erhaltung und Bereitstellung dieser Literatur. Grundlage für die Sammeltätigkeit der drei Landesbibliotheken ist das Pflichtexemplarrecht, das alle Verlage, Institutionen und die im Selbstverlag veröffentlichenden Autoren in Nordrhein-Westfalen verpflichtet, ihre Publikationen als Beleg- und Archivexemplar abzuliefern. Wichtige landesbibliothekarische Aufgaben der ULB sind die Erarbeitung und Herausgabe der Nordrhein-Westfälischen Bibliographie - in Zusammenarbeit mit der ULB Münster und dem Hochschulbibliothekszentrum des Landes - und umfangreiche Bestandserhaltungsmaßnahmen zur Sicherung des schriftlichen Kulturerbes. Hier ist insbesondere die hauseigene Restaurierungswerkstatt der ULB gefragt.


Links

Redaktion: Carola Spies       Stand: 07.07.2009, 09:53
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