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Nachlässe und Autographen der ULB Düsseldorf finden Sie über Kalliope - Verbundkatalog Nachlässe und Autographen (Sucheinstieg Bestände).
- Sammlung Benzenberg
- Sammlung Binterim
- Bibliothek des Düsseldorfer Ärztevereins
- Bibliothek der Evangelischen Gemeinde zu Düsseldorf
- Nachlass Heinrich Joseph Floß (Splitternachlass)
- Flug- und Zeitungsblätter aus den deutschen Kriegs- und Revolutionsjahren des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts
- Fries-Archiv
- Sammlung Günther
- Sammlung Jacob Hermens
- Sammlung Hetjens
- Bibliothek des Historischen Museums
- Sammlung Korczak (Privatsammlung Barbara Engemann-Reinhardt)
- Nachlass Karl Maiwald
- Moreanum
- Nachlass Constantin Nörrenberg
- Plakatesammlung
- Nachlass Hermann Reuter
- Sammlung philosophischer Rara und historischer Lexika
- Nachlass Gerhard Ritter (Nachlass-Teile)
- Schulprogramme
- Nachlass Karl Semper
- Nachlass Hans Stöcker
- Theaterzettel und Bühnentexte
- Pharmaziehistorische Sammlung Helmut Vester
Sammlung Benzenberg
Bei der ehemaligen Bibliothek der Sternwarte der Stadt Düsseldorf handelt es sich im wesentlichen um die Privatbibliothek ihres Gründers, des Düsseldorfer Mathematikers und Astronomen Johann Friedrich Benzenberg (1777-1846). Die Sammlung gehört seit 1907 als Depositum, seit 1923 als Eigentum zum Bestand der ehemaligen Stadt- und Landesbibliothek Düsseldorf. Sie besteht aus knapp 1.500 Titeln, davon sind etwa 20 Prozent vor 1800 erschienen.
Als universale Gelehrtenbibliothek enthält die Benzenberg-Sammlung neben allgemeinen Nachschlagewerken auch Belletristik, Theologie, Philosophie, Staats- und Rechtsgeschichte sowie eine umfangreiche Broschürensammlung zu verfassungspolitischen und volkswirtschaftlichen Fragen. Der Schwerpunkt liegt bei naturwissenschaftlicher, speziell astronomischer, physikalischer sowie geodätischer Literatur.
Mit der Bibliothek Benzenbergs ist sein privater Nachlass an die ULB gelangt: physikalische Aufzeichnungen, Entwürfe zur Bilker Sternwarte, Korrespondenz, Tagebücher, Unterlagen zu seinem öffentlichen Engagement für das entstehende Eisenbahnwesen usw. (Laufzeit der Akten: 1798-1845, Findbuch vorhanden)
SeitenanfangSammlung Binterim
Die katholische Pfarrgemeinde St. Martin in Düsseldorf-Bilk hat der ULB Düsseldorf die Binterimbibliothek als Depositum überlassen. Der Theologe und Kirchenhistoriker Anton Joseph Binterim, geboren 1779 in Düsseldorf, gestorben 1855 in Bilk, war von 1805 bis zu seinem Tode dort Pfarrer und trug eine wertvolle Privatbibliothek zusammen.
Die Sammlung umfasst ca. 4.100 Werke in rund 3.200 Bänden. Sie enthält wertvolle Handschriften sowie Drucke vom 15. bis 19. Jahrhundert. In etwa 220 Konvoluten ist zahlreiches, oft sehr seltenes Kleinschrifttum (Varia und ältere Dissertationen) zusammengebunden. Es existiert ein handschriftlicher Katalog von 1870, ergänzt durch einen späteren maschinenschriftlichen Registerband, der für die Verzeichnung der Varia erstellt wurde.
Die Binterimbibliothek ist thematisch auf theologische und historische Werke spezialisiert. Da Binterim als Kirchenpolitiker (Hermesianismus-Streit, Kölner Mischehenstreit) und als Politiker - er wurde 1848 in den preußischen Landtag gewählt - hervorgetreten ist, findet sich in ihr auch eine bemerkenswerte Anzahl von Streitschriften, die (oft nur noch in wenigen Exemplaren überliefert) erheblichen Quellenwert haben.
Innerhalb der Kirchengeschichte hat die Sammlung zwei Schwerpunkte. Den ersten bilden zahlreiche Schriften zur Geschichte des Franziskanerordens (1796 trat Binterim in den Franziskanerorden ein, dem er sich immer verbunden fühlte. 1803 wurde er - gegen seinen Willen - infolge der staatlichen Konventsaufhebungen zumindest de facto Säkularkleriker). Ein zweites Schwergewicht der Sammlung liegt auf der Geschichte des Erzbistums Köln.
Bibliothek des Düsseldorfer Ärztevereins
Die medizinische Literatur aller Fachrichtungen, einschließlich Zeitschriften, enthaltende Sammlung ist aus Stiftungen der
Düsseldorfer Ärzteschaft entstanden, u. a. des Kinderarztes Dr. Albert Clemens Mooren (1828-1899). Die Sammlung, die 1938
übertragen wurde, umfasste ursprünglich etwa 5.600 Bände, von denen ein großer Teil im Zweiten Weltkrieg zerstört oder
beschädigt wurde. Von den Resten der Bibliothek entfallen auf die Zeit vor 1900 ca. 160 Titel.Seitenanfang
Bibliothek der Evangelischen Gemeinde zu Düsseldorf
Die Gründung der Bibliothek der Evangelischen Gemeinde zu Düsseldorf erfolgte durch einen Beschluss der Bergischen Provinzialsynode vom 10.6.1643. Die Sammlung, die im 17. und 18. Jahrhundert durch Schenkungen und Stiftungen, im 19. Jahrhundert auch durch Ankäufe vermehrt worden war, wurde um 1860 durch einen systematisch geordneten Katalog erschlossen. Sie war untergebracht in einem der Häuser an der Neanderkirche.
Durch einen Vertrag zwischen der Evangelischen Gemeinde und der Stadt Düsseldorf vom 27.1.1933 wurde der Bestand an die Landes- und Stadtbibliothek als Depositum übergeben. Er enthält im wesentlichen die Werke der Kirchenväter und Reformatoren sowie evangelische Theologie des 17. und 18. Jahrhunderts, letztere mit Übergewicht des reformierten Protestantismus (Luther-, Melanchthon-, Calvin-, Bucer-, Confessio Augustana-Ausgaben).
| Gliederung der Sammlung nach Jahrhunderten und Sprachen: | |
|---|---|
| Jahrhundert | Sprache |
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| Gesamtzahl: 1719 Titel in ca 2600 Bänden. | |
Nachlass Heinrich Joseph Floß (Splitternachlass)
Von 1842 bis 1844 war Floß (1819-1881) Kaplan bei Anton Joseph Binterim in Düsseldorf-Bilk, ab 1858 Ordinarius für Katholische Kirchengeschichte und Moraltheologie in Bonn. Er gilt als einer der Initiatoren für die Gründung des "Historischen Vereins für den Niederrhein" 1854, dessen Vizepräsident er von 1870 bis 1881 war.
Nach dem Zweiten Weltkrieg gilt sein Nachlass als verloren. Der vorliegende Splitternachlass ist vermutlich davon der letzte Rest: Korrespondenz, Quellenexzerpte, Manuskripte und Unterlagen zu Angelegenheiten der Katholisch-Theologischen Fakultät in Bonn. (Laufzeit der Akten: 1780-1880. Umfang: 0,5 lfm)
SeitenanfangFlug- und Zeitungsblätter aus den deutschen Kriegs- und Revolutionsjahren des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts
A.D.G. 110 (2°)
Eine Sammlung von Flugblättern und Einzelnummern von Zeitungen betreffend die deutsche Geschichte des 19. Jahrhunderts, besonders
die Jahre 1848/49, 1866 und 1870/71.
A.D.G. 118 (2°)
Berliner Flugblätter aus der Revolutionszeit 1918/19 und der Frühzeit der deutschen Republik. Enthalten sind Wahl- und Parteiaufrufe,
Blätter zu verschiedenen Wahlen, zum Kapp-Putsch, zur Streikbewegung, ausserdem verschiedene Einzelflugblätter, darunter: "Hunger",
mit einem Originalholzschnitt von Käthe Kollwitz.
Fries-Archiv
Im Zuge des Aufbaus des Philosophischen Instituts der Heinrich-Heine-Universität in den 60er Jahren wurde das Fries-Archiv
als Teil der Forschungsabteilung für Wissenschaftstheorie eingerichtet. Es sollte die von den Professoren Gert König und Lutz
Geldsetzer auf den Weg gebrachte Ausgabe der "Sämtlichen Schriften" des Philosophen Jakob Friedrich Fries (1773-1843)
unterstützen sowie die Fries-Forschung, die von dem Neufriesianer Leonard Nelson begründet worden war, fortsetzen. Das
umfängliche und materialreiche Archiv war von Beginn an der Bibliothek einverleibt.
Der Nachlassbestand umfasst u. a. (noch unveröffentlichte) Materialien zur Fries- Biographie, insbesondere Fries' handgeschriebene Autobiographie sowie deren von Leonard Nelson besorgte Transkription; die Friesschen Aufzeichnungen für seine Schüler Ernst Friedrich Apelt und Ernst Sigismund Mirbt über die Entwicklung seiner philosophischen Ansichten; den Briefwechsel zwischen Fries und Apelt und handschriftliche Ausarbeitungen von Fries. Er ist angereichert durch Teile des Apelt- sowie des Nelson-Nachlasses.
Die über 1.100 Seiten umfassenden Materialien enthalten: Kopien von Fries-Briefen in BRD-Bibliotheken, Abschriften von Briefen von Fries, Kopien von Schreiben Fries', Nachschriften von Vorlesungen Fries', verfilmte Dokumente, Bildmaterialien.
Im Rahmen der Buchanschaffungen sind die Originalausgaben der Friesschen Werke (teils sehr seltene, kleinere Schriften), die Sekundärliteratur zu Fries sowie Fries-Lektüren (teils wertvolle Erstausgaben) erworben worden (Umfang des Buchbestands: ca. 10 lfm). Dieser Buchbestand ist über den OPAC mit der Signatur 'slg 90' recherchierbar.
SeitenanfangSammlung Günther
1892 als Geschenk der Düsseldorfer Familie Günther in die Bibliothek gekommen, stammt die Sammlung medizinischer Literatur
vermutlich von dem Düsseldorfer Armenarzt Christian Ludwig Günther (1795-1858), dem Sohne des Duisburger Arztes Daniel Erhard
Günther. Die Sammlung enthält 907 Werke aus dem 17. bis zum 19. Jahrhundert. Hinzu kommen noch 24 Sammelbände mit 621
medizinischen Dissertationen des 18. und 19. Jahrhunderts in Latein.
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Sammlung Jacob Hermens
Die Bibliothek des Rittmeisters a. D., Privatgelehrten und Ordenshistorikers Jacob Hermens (1831-1880) gelangte 1873/74 in
die Bibliothek und wurde geschlossen aufgestellt. Nach Kriegsverlusten umfasst die Sammlung 462 Werke mit ca. 1.050 Bänden.
Den Schwerpunkt und besonderen Wert der Sammlung bilden 275 Werke zur Geschichte der geistlichen Orden, der Ritterorden, der
Orden und Ehrenzeichen. Der übrige Teil der Sammlung entspricht dem Bücherbesitz eines gebildeten Sammlers in der ersten Hälfte
des 19. Jahrhunderts und enthält Werke zur Geschichte sowie zur deutschen und europäischen Literatur.
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Sammlung Hetjens
Das Hetjens-Museum (Deutsches Keramik-Museum) - so benannt nach seinem Stifter, dem gebürtigen Düsseldorfer Laurenz Heinrich
Hetjens (1830-1906) - übergab 1933 den Teil seiner Bibliothek, der nicht die Kunstgeschichte betraf. Es überwiegen Publikationen
zur Geschichte und Geographie, die etwa 45 Prozent der Sammlung ausmachen, sowie zu Naturwissenschaften und Technik mit einem
Anteil von ca. 22 Prozent (darunter von besonderem Interesse eine Reihe von frühen Werken zur Technik der Photographie).
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Bibliothek des Historischen Museums
1908 wurden Teile der Bibliothek des Städtischen Historischen Museums abgetreten, 928 Monographien- und Zeitschriftentitel in
rund 1.400 Bänden und Broschüren, die - von einigen Umsignierungen abgesehen - noch als geschlossener Bestand aufgestellt sind.
Der Herkunft entsprechend handelt es sich überwiegend um Literatur zur Düsseldorfer Lokalgeschichte sowie zur Geschichte der
niederrheinisch-bergischen Region, darunter zahlreiche Gelegenheitsschriften und sonstiges Kleinschrifttum von Seltenheitswert.
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Sammlung Korczak (Privatsammlung Barbara Engemann-Reinhardt)
Über das Erziehungswissenschaftliche Institut der Heinrich-Heine-Universität (Univ.-Prof. Gisela Miller-Kipp) gelangte die
Privatsammlung von Barbara Engemann-Reinhardt zu dem polnischen Arzt, Schriftsteller und Pädagogen Janusz Korczak (1878-1942) -
vorwiegend Bücher - in die Universitäts- und Landesbibliothek. Sie dient der Pflege seines Andenkens sowie der Korczak-Forschung.
Der Bestand wird im Rahmen der Möglichkeiten um weiteres Material angereichert. (Bestandsumfang: 4,0 lfm, Findbuch vorhanden)
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Nachlass Karl Maiwald
Serge Maiwald (1916-1952) war u. a. Mitbegründer und Herausgeber der Zeitschrift "Universitas". Der Nachlass enthält v. a.
Manuskripte zu staats- und völkerrechtlichen Fragen. (Laufzeit der Akten: 1946-1952, Umfang: 1,0 lfm)
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Moreanum
Das Moreanum umfasst rund 2.000 Bände mit Werken des englischen Humanisten und Staatsmanns Sir Thoma More (Thomas Morus)
(1478-1535) sowie der Sekundärliteratur über ihn. Die Sammlung wurde von der Forschungsstelle für Englische Renaissance
des Anglistischen Instituts der Heinrich-Heine-Universität unter der Leitung von Prof. Hubertus Schulte Herbrüggen aufgebaut.
Herzstück des Bestands ist ein Exemplar der ersten Folioausgabe von "The Workes of Sir Thomas More 1557"
(das Huth/Burns/Leyel/Borowitz-Exemplar).
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Nachlass Constantin Nörrenberg
Der Nachlass von Dr. Constantin Nörrenberg (1862-1937), Leiter der ehemaligen Landes- und Stadtbibliothek Düsseldorf von
1904 bis 1928, enthält sowohl Material zu dessen historischen, kulturgeschichtlichen und philologischen Forschungen wie zu
seinen bibliothekarischen Aktivitäten: Korrespondenz, Bücherhallenbewegung, Volksbildungswesen usw. (Laufzeit der Akten:
1882-1937, Umfang: 3,0 lfm, Findbuch vorhanden)
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Plakatesammlung
Die knapp 2.000 Plakate umfassende Sammlung hat die folgenden thematischen Schwerpunkte:
- "Parole der Woche - Parteiamtliche Wandzeitung der NSDAP": 268 Stücke, Format 84x120 cm, Dezember 1937 bis Februar 1943, 52 Ausgaben pro Jahrgang
- Spielpläne der Düsseldorfer Theater ("Opernhaus", "Kammerspiele" "Städtische Bühnen Düsseldorf" usw.): ca. 470 Stücke aus dem Zeitraum 1930 bis 1952
Der restliche Teil der Sammlung bietet einen Querschnitt durch das Plakatschaffen im Bereich von Kultur und Verwaltung der Stadt Düsseldorf (Aufrufe, Konzerte, Vorträge, Touristik usw.) von 1930 bis 1970.
SeitenanfangNachlass Hermann Reuter
Bis zum Ausscheiden von Constantin Nörrenberg 1928 arbeitete Dr. Hermann Reuter (1880-1970) an dessen Seite im
wissenschaftlichen Dienst der Landes- und Stadtbibliothek Düsseldorf. Die Leitung der Bibliothek hatte er von 1928 bis
1950 inne. Zeit seines Lebens widmete er sich neben der Bibliotheksarbeit sprachwissenschaftlichen Forschungen, vor allem
zur Mundart seiner Heimat Siegerland. Mit Jakob Heinzerling verfasste er das "Siegerländer Wörterbuch".
Der Nachlass gewährt Einblick in seine Forschungsarbeit: Mundarten, Volkslieder und Volksdichtung, Kunst und Kulturgeschichte Düsseldorfs, Geschichte der Landes- und Stadtbibliothek Düsseldorf. Über die konkrete Bibliotheksarbeit gibt der Nachlass wenig Auskunft. (Findbuch vorhanden)
SeitenanfangSammlung philosophischer Rara und historischer Lexika
Der wertvolle und seltene Philosophiebestand aus dem Bereich Altes Buch umfasst ca. 3.500 Bände (ca. 180 lfm): Enzyklopädien,
Lexika, Erst-/Originalausgaben, Werkausgaben, alte Drucke klassischer philosophischer Literatur. Er geht auf die sorgfältigen
Erwerbungsaktivitäten des Philosophischen Instituts der Universität Düsseldorf zur Zeit seiner Entstehung zurück und repräsentiert
als physisches Ensemble eine hochrangige Dokumentation der Aufbauarbeit des Instituts sowie der (lokalen) Philosophie als Disziplin
(Philosophie als "Wissenschaft der Wissenschaften").
An bedeutenden Erwerbungen sei beispielhaft genannt: Joh. Micraelius, Lexicon Philosophicum (1653); Joh. Baptista Bernardus, Seminarium totius Philosophiae (2. Ausg. 1599); Armandus de Bellovisu, De declaratione difficilium terminorum Theologiae, Philosophiae atque Logicae (1500); Pierre Bersuire (Berchorius), Opera Omnia (1712), darin sein "Dictionarius" (1489); Joh. Adam Scherzer, Vademecum sive manuale philosophicum (1654); die umfassenden Lexika und Enzyklopädien von Suidas, Photius, Konrad Lykosthenos, Laurentius Beyerlinck, Diderot-d'Alembert, Felice, die "Frankfurter Enzyklopädie" und viele andere, daneben die zahlreichen alten Drucke der Klassiker in scholastischen Folioausgaben.
Neben den eigentlichen philosophischen Lexika enthält die Sammlung, u. a. zum Zwecke begriffsgeschichtlicher Forschung, die großen einzelsprachlichen Wörterbücher, die großen Standardenzyklopädien ausgewiesener Sprach- und Kulturbereiche sowie die hauptsächlichen Fachlexika der Einzelwissenschaften.
SeitenanfangNachlass Gerhard Ritter (Nachlass-Teile)
Das Historische Seminar der Heinrich-Heine-Universität hat Ende 1960 die umfangreiche Bibliothek des Historikers Gerhard Ritter
(1888-1967) als Grundstock der Fachbibliothek Geschichte angekauft. Mit dem Buchbestand kamen Druckschriften (vorwiegend
Sonderdrucke), einige Briefe und Manuskripte sowie Kataloge der Bibliothek Ritters nach Düsseldorf.
Der Monographienbestand des Ritter-Nachlasses ist über den OPAC mit der Signatur 'slg 10' recherchierbar.
Seitenanfang
Schulprogramme
Vom Städtischen Hindenburg-Gymnasium (früher Städtisches Gymnasium und Realgymnasium Düsseldorf) übernahm die Bibliothek 1933
dessen wertvolle Sammlung von etwa 37.000 Schulprogrammen, die geschlossen aufgestellt wurde. Sie enthält die Programmabhandlungen
und Jahresberichte von Schulen aus dem gesamten Gebiet des damaligen Deutschen Reiches für die Jahre 1840 bis etwa 1910 (mit
einzelnen Lücken). Zusammen mit einem bereits vorhandenen Bestand an Programmschriften von Düsseldorfer Schulen sowie Schulen
aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf zählt die Sammlung insgesamt ca. 39.000 Stücke. Davon gehören mehr als die Hälfte dem 19.
Jahrhundert an. Erschlossen sind nur die Programmabhandlungen von Schulen aus Stadt und Regierungsbezirk Düsseldorf. Der Bestand
ist teils nach Schulen, teils nach Jahren und innerhalb der Jahre nach dem Alphabet der Städte geordnet aufgestellt. Thematische
Schwerpunkte der Abhandlungen bilden die Bereiche Klassische Philologie, Pädagogik und Schulgeschichte sowie allgemeine Geschichte.
Seitenanfang
Nachlass Karl Semper
Shoji Wada war von 1966 bis 1992 Angehöriger der Heinrich-Heine-Universität (Institut für Zoologie). Seine Frau, Anneliese S. Wada,
hatte einen Teil des Nachlasses des Würzburger Zoologen Karl Semper (1832-1893) erworben. Er enthält 115 Autographen und andere
Originale, darunter Schreiben von Charles Darwin und seinem Sohn Francis Darwin,
dem Architekten Gottfried Semper, Rudolf Virchow und anderen.
Shoji Wada hat testamentarisch die Übergabe der Unterlagen an die Universitäts- und Landesbibliothek verfügt. Die Übergabe erfolgte am 23.01.2003 durch den Testamentsvollstrecker. Mit dem Nachlass wurde ein von Wada erstelltes Findbuch übergeben. (Laufzeit der Akten: 1832-1893, Umfang: 0,1 lfm, Findbuch s. o.)
SeitenanfangNachlass Hans Stöcker
Der Historiker, Heimatforscher und Journalist Hans Stöcker (1906-1987) war als Lokalredakteur bei der Rheinischen Post tätig und bis 1965 deren Lokalchef. 1952 wurde er Mitglied des Heimatvereins Düsseldorfer Jonges e. V., dessen Vereinsorgan "Das Tor" er von 1957-1986 redaktionell verantwortlich betreute.
Der Manuskriptcharakter des Nachlasses ist unverkennbar: Handschriftliche Beschreibungen Düsseldorfer Zeitungen und Zeitschriften (Grundlage seiner zwei Schriften zur Düsseldorfer Zeitungsgeschichte); Quellenmaterial für seine Dissertation über den Journalisten Nivard Krämer; Aufzeichnungen zu Düsseldorfer Druckern und Verlegern; Zeitungsausschnitte; Beiträge zur Düsseldorfer Zeitungsgeschichte. (Laufzeit der Akten: 1938-1965, Umfang: 0,21 lfm)
SeitenanfangTheaterzettel und Bühnentexte des 19. Jahrhunderts
Die Arbeit des seit 1818 in städtischem Besitz befindlichen Düsseldorfer Theaters wird durch zwei Sammlungskomplexe dokumentiert.
- In der Bestandsgruppe "Deutsche Literatur" befindet sich eine etwa 30 Bändchen umfassende Sammlung von Bühnentexten aus dem Besitz des Düsseldorfer Theaterpächters Joseph Derossi (Direktion 1818-1834, 1837-1844). Jeweils aufgeklebt ist die von der Theaterintendanz erlassene Benutzungsordnung. Besetzungsnotizen und Streichungen in den Texten geben anschaulich die Aufführungspraxis wieder.
- Etwa 5.000 Blatt umfasst die Sammlung der Theaterzettel. Sie belegt eindrucksvoll - mit der Saison 1805/06 einsetzend, bis 1844 lückenlos, von 1847 bis 1871 mit erheblichen Lücken - die Spielzeiten der Intendanten Joseph Derossi und Karl Immermann. Unter der Intendanz von Karl Immermann (1834-1837) fungierte das Düsseldorfer Theater zugleich als städtisches Musiktheater, künstlerisch geleitet von dem Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy. Mit Christian Dietrich Grabbe war ein bedeutender deutscher Dramatiker des 19. Jahrhunderts an der kurzen Glanzzeit der Immermannschen "Musterbühne" ebenfalls beteiligt.
Die Theaterzettelsammlung umfasst außer den Düsseldorfer Aufführungen auch die Gastspiele der Truppe in Krefeld und Elberfeld.
Theaterzettel und Bühnentexte des 20. Jahrhunderts
Apollo-Theater Düsseldorf
Das 1899 am Düsseldorfer Graf-Adolf-Platz eröffnete Apollo-Theater war mit seinen fast 3000 Plätzen einer der größten Amüsier-Paläste Europas. Zu seinem Programm gehörten Konzerte, Varietes, Goethe-Festspiele und Filmvorführungen. In den zwanziger Jahren traten hier so berühmte Truppen wie die Tiller-Girls oder die Rastellis auf, ab 1930 diente das "Apollo" vorwiegend als Kino.
Die Aufführungspraxis des Apollo-Theaters in der Zeit von 1905 bis 1950 wird im Bestand der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf durch eine 180 Blätter umfassende Plakatsammlung, sowie durch eine Sammlung der Zeitschriften und Programmheften des Apollotheaters dokumentiert.
SeitenanfangPharmaziehistorische Sammlung Helmut Vester
1961 erwarb die Medizinische Akademie, die Vorgängerinstitution der Heinrich-Heine-Universität, durch Kauf die pharmaziehistorische
Sammlung des Düsseldorfer Apothekers Dr. Helmuth Vester. Sie umfasst circa 15.000 Bände, davon etwa 7.000 Bände Zeitschriften, die
bis 1960 gehalten wurden, sowie etwa 8.450 Bände Monographien des 16. bis 20. Jahrhunderts.
Der Monographienbestand enthält Titel aus allen Bereichen der Pharmaziegeschichte, darunter Antidotarien, Dispensatorien, Pharmakopöen und Herbare sowie chemische und alchemistische Schriften. Hervorzuheben ist eine umfangreiche Sammlung von Pharmakopöen nahezu aller deutschen Regionen und zahlreicher europäischer Länder sowie eine große Anzahl von Kräuter- und Pflanzenbüchern des 16. bis 19. Jahrhunderts (über 200 Titel). Etwa 180 Titel stammen aus dem 16. Jahrhundert, etwa 400 aus dem 17. Jahrhundert, etwa 850 aus dem 18. Jahrhundert und etwa 1.200 aus dem 19. Jahrhundert.
Seitenanfang
| Universitäts- und Landesbibliothek | © 2008 Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf | http://www.ub.uni-duesseldorf.de/home/en/collections/sosa_deposita4329bf20> |



